Horst Schlämmer und die HSP Partei
„Freunde, isch hab Rücken!“ Horst Schlämmer ist nun nicht mehr nur ein komödiantisches Genie, ein nachforschender Gutmensch mit gewissen Ecken und Kanten. Er ist nicht mehr nur der gutaussehende und stets gutgelaunte Wunschmann vieler deutscher Frauen. Horst Schlämmer ist ab dem 20. August auch ein Profipolitiker. Und wirkt dabei im Gegensatz zu manch einer anderen Gestalt des politischen Portfolios seriös und kompetent, weisse bescheid?
Mit diesem Kinofilm wagt Hape Kerkeling zusammen mit seinem Partner den erneuten Versuch, ihr großes Talent auch auf die Leinwand zu bringen. Der inzwischen zum deutschen Kulturgut avancierte Satirefilm „Kein Pardon“ über die Hinter- und Abgründe der Fernsehlandschaft war der letzte größere Erfolg der beiden Kreativen, die nach einigen weiteren Filmen wie „Club Las Piranjas“ und zuletzt „Samba in Mettmann“ die Kinoleinwände zum leuchten brachten.
Zuletzt erlebte man Hape Kerkeling als Sprecher des Hörbuchs „Ein Mann – Ein Fjord“, später auch als Nebendarsteller im gleichnamigen Fernsehfilm. Nun also doch wieder die Leinwand. Kerkeling machte sich die letzte Zeit rar, kündigte eine kreative Pause an und zeigte sich fortan nur noch selten in den Studios der Fernsehsender. Als Horst Schlämmer jedoch war er weiterhin präsent. Neben einer vielfach preisgekrönten multimedialen Werbekampagne („Horst Schlämmer macht den Führerschein“) kamen auch einige Auftritte in anderen Sendungen hinzu. Unvergessen ist die „Wer wird Millionär“ Sendung, in der er mit Günther Jauch den Platz tauschte – bis heute einmalig in der Geschichte der altehrwürdigen Quizshow.
In dieser Zeit bekam Schlämmers Angebetete Gisela eine Stimme und ein Gesicht. Ihr Leitsatz „Nein, isch möchte nüscht.“ ist ebenso in den Köpfen vieler hängengeblieben wie auch Uschi Blum, die nach Jahrelanger Pause (In Kerkelings ersten Film „Kein Pardon“ hatte sie ihren letzten großen, öffentlichen Auftritt) die Bühnen der Welt zurückeroberte. Das Schlagerparadies Dornmagen war ihr Sprungbrett ins neue Jahrtausend. Ihr Gewicht lässt es vermuten: Sie schlägt ein, wie eine Bombe.
Auch sie wird einen Platz im neuen Film „Isch kandidiere“ finden. Überraschende Gastauftritte wie der von Bushido oder Theo Koll werden ebenso überraschen und Lachmuskeln gehörig trainieren.
Einer Umfrage nach würde jeder fünfte Horst Schlämmer wählen, würde er denn tatsächlich antreten. Was sagt uns das? Politiker sollten ruhig Fehler machen können – Sie dann aber auch zeigen und zugeben? Denn wenn Horst Schlämmer uns eines lehrt, dann die Tatsache, dass man trotz ungeschorenen Haarschopf und alten Klamotten doch irgendwie sympathisch wirken kann. Da wette ich meine Herrenhandtasche drauf!
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