6 Seminare pro Semester sind genug
Als ich noch zur Universität ging, musste ich pro Woche circa sechs Seminare und Vorlesungen belegen. Da war ein strenges Selbstmanagement meinerseits angesagt. Die Anzahl der Seminare klingt für Außenstehende wahrscheinlich erstmal eher wenig, doch für alle Seminare musste man zusätzlich noch eine begleitende Übung belegen, in welcher der Lehrstoff der Seminare noch einmal im Details durchgearbeitet wurde. In Mathematik wurden dabei zum Beispiel spezielle Übungsaufgaben gerechnet, oder in Informatik lernten wir, die in der Vorlesung behandelten Algorithmen anzuwenden.
Noch mehr Seminare pro Woche hätte ich außerdem gar nicht belegen können, da ich neben dem Studium noch arbeiten musste, um meine Miete zu zahlen und mein Auto unterhalten zu können. Doch so wurde ich auch zu einem strengen Selbstmanagement angehalten, um mein Studium schnell über die Runden zu bringen, denn natürlich wollte ich mein Auto nicht verkaufen und meine schöne Wohnung auch nicht aufgeben. Ich denke, dass mir mein Selbstmanagement ziemlich gut gelungen ist, denn nach den sechs Semestern Regelstudienzeit hatte ich meinen akademischen Abschluss in der Tasche und durfte mich “Bachelor of Science” nennen. Doch Selbstmanagement und Seminare hin oder her: Weiter zur Uni gehen wollte ich nicht, weswegen ich froh bin, einen guten Arbeitsplatz gefunden zu haben.
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