Porzellan aus Schirnding
Die Porzellan-Marke Arzberg blickt auf eine langjährige Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1887 zurückreicht.
Viele bedeutende Designer haben am Erfolg der Marke Arzberg erfolgreich mitgewirkt. In den zwanziger Jahren war Dr. Hermann Gretsch für das richtungsweisende Design bei Arzberg verantwortlich. Er entwickelte Serien, wie zum Beispiel „1382“, die bis heute zum Standardprogramm gehören und noch genauso aktuell sind wie 1930. Weitere Gestalter des edlen Materials sind unter anderem Ulrike Bögel, Dieter Sieger, Trude Petri, Heinrich Löffelhardt und Carsten Gollnik.
Das Arzberg-Philosophie lautet: Zeitlosigkeit auf höchstem Niveau, Zweckmäßigkeit und Ästhetik. Die Formen müssen so gut sein, dass es sich lohnt serienmäßig vervielfältigt zu werden.
Die Formgebung der Produkte soll nicht den Zeitgeist wiederspiegeln, sondern diesen mitgestalten. Das ist bisher über mehrere Jahrzehnte sehr gut gelungen.
Natürlich ist die Zeit nicht spurlos am Unternehmen Arzberg vorbeigezogen. Gerade in den Jahren um 1990, als der Wiedervereinigungsboom einsetzte musste sich Arzberg neu positionieren. Gerade günstige Anbieter aus Asien und Osteuropa machten ein Umdenken unumgänglich. Mehrere mittelständige Porzellanunternehmen, unter ihnen auch Arzberg fusionierten und bündelten so ihre Erfahrungen und Produktionsstätten in einer GmbH.
Die Produktionsanlagen im bayrischen Schirnding liefern im Jahr ca. 2900 Tonnen Porzellan, die die vollautomatischen Tunnelöfen täglich verlassen.
Arzberg-Porzellane finden sich selbst im Bundeskanzleramt in Berlin, wo sie als Konferenzgeschirre genutzt werden.
Natürlich erhielten die Geschirre hierfür Sonderdekore. Goldene Ränder und die Vignette des Bundesadlers zieren die einzelnen Porzellanteile. Auf diese Weise wurden schon viele nationale und internationale Gäste mit Arzberg-Porzellan bewirtet.
Diese Tatsache spiegelt auch die Design-Kompetenz der Firma Arzberg wieder.
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